Meine Reisetagebücher
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Heute mal gestreifte Felsen

Samstag, 22.12.2007

 

Gefahrene Meilen: 144.0 (= 232 km)

Heute musste ich erst einmal umziehen. Mein 2-Schlafzimmer-Apartment war nämlich nur für die ersten beiden Nächte in Page verfügbar. Nachdem das so billig war, habe ich mir für die letzte Nacht in Page ein Best Western mit WLAN, Frühstück und kostenlosem Kaffee rund um die Uhr gegönnt. Das Zimmer hier konnte ich wirklich schon am Vormittag (kurz nach 9 Uhr) beziehen. Also durften meine Koffer wieder vom Auto in ein Zimmer umziehen.

 

Das Wetter ist immer noch sehr schön: von Schnee ist immer noch keine Spur (außer altem Schnee in höheren Lagen vereinzelt am Straßenrand und ganz weit weg auf den Bergen). Es ist zwar immer noch eiskalt (knapp über 0° C), aber sonnig und durch die trockene Luft fühlt es sich viel wärmer an. Der kalte Wind von gestern war heute auch weg. Also stand meiner geplanten kleinen Wanderung nichts mehr im Weg.

Zuerst ging es auf der 89 über den Glen Canyon Damm nach Utah. Die Felsen verschwanden erst mal sehr schnell in die Ferne, um dann nach einigen Meilen plötzlich in anderen Farben wieder aufzutauchen. Diesmal führte mich Bonnie einwandfrei zum angestrebten Parkplatz; nur hatte ich noch keine Lust zum Wandern. Außerdem war es noch einiges unter 0° C und irgendwie lockte mich das trotz Sonne nicht. Also fuhr ich einfach auf dieser Straße weiter und wurde noch durch einen sehr schönen Blick auf (wein-)rote Felsen und schneebedeckte Berge im Hintergrund belohnt.

Dann drehte ich wieder um und fuhr zurück zum Ausgangspunkt meiner Wanderung. Die führte auf einem mit Steinmännchen markierten Trampelpfad quer durchs Gelände bzw. durch ein ausgetrocknetes Bachbett. Zu sehen gab es diesmal keine roten Felsen, sondern braun-weiß-gestreifte. Eigentlich führt dieser Wanderweg zu etwas aufragenden, freistehenden, säulenartigen Felsen mit andersfarbigen Hüten (wie auf dem Bild unten links; sie sehen aus wie Pilze mit weißem Stamm und grauem Hut), aber irgendwie war mir da zu viel Kletterei dabei, so dass ich mich mit einer Aufnahme aus der Ferne begnügte. Trotzdem war die Wanderung sehr schön; die braun-weiß-gestreiften Felsen waren sehr fotogen.

Nach dieser Wanderung hatte ich irgendwie keine Lust mehr, noch ein zweites Tal zu erwandern, bei dem ich wahrscheinlich auch nicht näher an diese Hoodoos (so heißen diese pilzartigen Gestalten) gekommen wäre. Und irgendwie waren die letzten Tage auch so vollgestopft, dass ich diesen schon von vornherein eher ruhiger geplanten Tag auch so betrachtete und mich bereits um 15 Uhr in Richtung Hotel begab. Unterwegs lief mir dann doch noch der Aussichtspunkt auf das untere Ende des Glen Canyon Damms (dort, wo das Wasser weiterfließen kann) über den Weg und forderte noch einige Bilder.

Irgendwie fasziniert mich die hier grüne Farbe des Colorados, der sich doch schon ein ganz schön tiefes Bett in die roten Felsen gegraben hat.

 

Danach war dann endgültig Schluss und ich kehrte ins Hotel zurück zum Email-Checken, Webseite aktualisieren, Haare waschen, kostenlosen Kaffee in mich reingießen, und einfach mal den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen.

 

Morgen soll es ja wieder früh weitergehen Richtung Monument Valley, Canyonlands und Arches. So ist jedenfalls der Plan für die nächsten Tage. Vor allem bei Canyonlands und Arches bin ich gespannt, wie viel Schnee diese Schneefront, die Page komplett ausgelassen hat, dort hinterlassen hat. Da zog nämlich die letzten Tage eine Schneefront von Nord-Kalifornien über Utah, Nord-Arizona, New Mexiko nach Texas.

Mehr Bilder gibt es in der Bildergalerie (auf eines der Bilder klicken)

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