Die wichtigsten Termine des Tages:
Ankunft: 09:30
Letzter Einschiffungstermin: 21:30
Abfahrt: 22:00
Ausflug: 12:20 Limfjord Panoramatour
Restaurantzeiten:
| 07:00 – 07:30 | Early Bird | in Harry‘s Bar / Deck 7 |
| 07:30 – 10:00 | Frühstück | in den Restaurants Ozean und Amera / Deck 7 |
| 07:30 – 10:00 | Frühstück |
im Lido Buffet-Restaurant / Deck 11 |
| 10:00 – 10:30 | Spätaufsteher | im Lido Buffet-Restaurant / Deck 11 |
| 11:00 – 11:30 | Heiße Bouillon | an der Bar „Schöne Aussichten“ / Deck 11 |
| 12:30 – 14:00 | Mittagessen | in den Restaurants Ozean und Amera / Deck 7 |
| 12:30 – 14:00 | Mittagessen | im Lido Buffet-Restaurant / Deck 11 |
| 15:30 – 16:30 | Tee- u. Kaffeestunde | im Lido Buffet-Restaurant / Deck 11 und an den „Schöne Aussichten“ / Deck 11 |
| 18:00 | Spezialitäten Menü | Pichler‘s Restaurant / Deck 7 (mit Reservierung) |
| 18:00 – 20:30 | Abendessen | in den Restaurants Amera und Ozean / Deck 7 sowie im Lido Buffet-Restaurant / Deck 11 |
| 22:00 – 23:00 | Late-Night-Snack | im Restaurant Amera / Deck 7 Es gibt kleine Schnitzel mit Kartoffelsalat. |
In dieser Nacht werde ich nicht durch Hämmern geweckt.
Obwohl ich einen Ausflug gebucht habe, muss ich auch heute nicht früh aufstehen – der Ausflug startet erst um 12:20. Trotzdem bin ich schon kurz nach 8 Uhr wach und stehe kurz danach auch auf.
Schließlich will ich mir am Vormittag auf eigene Faust das kleine Städtchen Aalborg anschauen.
Frühstück gibt es wieder im wuseligen Lido Restaurant, weil ich da das Essen erst begutachten kann, bevor ich es mir auf den Teller häufe. Zusätzlich zum „bodenlosen Kaffee“ gibt es Orangensaft, 1
Brötchen mit Orangenmarmelade, Obstsalat und zum ersten Mal „Egg Benedict“. Das Ei ist sehr lecker. Das werde ich jetzt immer nehmen, wenn es angeboten wird. Und wenn ich daheim mal ganz viel Zeit
habe, werde ich es vielleicht auch mal selbst servieren, notfalls auch zum Mittagessen. Ich sollte auch aufpassen, dass mein Oberteil nicht auch was von dem leckeren Ei abhaben will. Und es klappt.
Ich schaffe es, das Egg Benedict zu essen, ohne meinem Oberteil etwas davon abzugeben.
Während des Essens beobachte ich natürlich, wie wir das letzte Stück zurücklegen und zum Stillstand kommen. Aber ich sitze auf der dem freien Wasser zugewandten Seite und kann deshalb nicht sehen,
wie es rund um die Anlegestelle aussieht.
Ich mache mich dann fertig, um das Schiff auf eigene Faust zu verlassen. Als ich den Anlegeplatz dann sehe, staunt ich doch etwas. Der Unterschied zu dem Terminal in Hamburg könnte nicht größer sein. Das da unten soll ein Kreuzfahrt-Terminal sein? Das sind doch nur ein paar Buden.
(Das Bild habe ich nach meiner Rückkehr vom Spaziergang aufgenommen.)
Unter dem weißen Zeltdach ist ein geöffnetes Tor im Zaun und direkt am Tor stehen zwei Angestellte der Hafensecurity, die die Bordpässe kontrollieren. In einer geschützten Ecke hängt ein Lautsprecher mit einer Anbindung an ein Tablet (liegt auf einem Stehtisch), aus dem Weihnachtsmusik gespielt wird. In den Buden sind zwei kleine Verkaufsstellen für Krimskrams untergebracht. Und aus dem Verkaufswagen ganz am rechten Rand, der nur halb zu sehen ist, werden am Nachmittag die angekündigten Hotdogs verteilt.
Das weiße Gebäude im Hintergrund links ist die alte Festung Aalborghus Slot. Und vor dem braunem Gebäude rechts über den Fahnen geht es direkt in die Altstadt. Das ist fast so wie in Hamburg mit den Fähren an den Landungsbrücken – mitten in der Stadt.
Als ich da Schiff verlasse, bestaune ich erst mal von unten die Gangway, die von Deck 5 direkt zum Kai geht.
Wozu soll das Netz da oben gut sein? Glauben die wirklich, dass ich durch die engen Stufen rutschen könnte? Oder soll es größere, auf die Stufen gefallene Gegenstände auffangen, damit die niemanden treffen können? Eine Antwort auf diese Fragen werde ich während der ganzen Kreuzfahrt nicht bekommen.
Das Wetter sieht gar nicht so schlecht aus. Es regnet nicht und am Himmel zeigen sich auch einige Lücken zwischen den Wolken, durch die sich blauer Himmel zeigt. Aber es weht ein ziemlich starker, eisiger Wind, der durch jede Öffnung in der Kleidung geht und die Hände beim Fotografieren ganz schnell zu Eis erstarren lässt.
Der eisige Wind fegt durch alle Straßen. Da ist es egal, in welche Richtung die Straße geht; es ist unangenehm und das warme Schiff zieht mich magisch an. So macht das Erkunden nicht wirklich Spaß und ich beschließe, wieder zum Schiff zurück zu gehen. Ich erreiche es von einer Straße hinter der Festung.
Ich vertreibe mir die Zeit bis zum Ausflug in der Bibliothek und stelle fest, dass die Bücher nicht wirklich nach den Themengebieten sortiert sind, die an den Regalen angeschlagen sind. Die Sitzgelegenheiten sind ziemlich bequem. Aber vor den meisten Fenstern hängen Rettungsboote, so dass die Sessel vor dem einzigen Fenster mit freier Sicht immer schnell belegt sind.
Ich bin noch satt vom guten Frühstück und habe auch keine Lust, direkt vor dem Ausflug noch schnell ein Mittagessen zu verschlingen. Außerdem gab es eine Durchsage, dass es heute Nachmittag auf der Pier von der Stadt Aalborg spendierte „Happy Hotdogs“ geben soll. Die möchte ich natürlich auch probieren, wenn es nach dem Ausflug noch welche geben sollte. Ich habe auch noch die abgepackten Snacks aus dem Schlafwagen in der Tasche, die ich im Fall drohenden Verhungerns einsetzen kann. Und der Ausflug soll auch nur etwa 3 Stunden dauern.
Der Ausflug „Limfjord Panoramatour“ mit der super netten Reiseleiterin Anne ist sehr informativ und unterhaltsam. Wir bekommen unglaublich viele Informationen über die Gegend und das Leben dort.
Zuerst geht es zu einem auf einem Hügel liegenden Park, in dem sich im Sommer immer viele Familien treffen und von dem aus man eine gute Sicht über Aalborg hat.
Das Ziel ist ein Landschaftsschutzgebiet in der Nähe von Dokkedal, in dem ein Moor geschützt wird und auch viele Wildtiere wie z.B. Wildschweine und Elche in für Besucher unzugänglichen Bereichen leben. An einem Parkplatz, an dem öfter Elche zu sehen sind, steigen wir aus und versuchen unser Glück. Und da ist tatsächlich auch ein Elch zu sehen, nachdem wir einen Weg vom Parkplatz hinter die Büsche in das Gelände gegangen sind. Vor lauter Staunen habe ich total vergessen, Bilder von dem Elch zu machen. Wahrscheinlich werde ich mir das nie verzeihen. Aber ich vermute, dass sich dieses Erlebnis noch für lange Zeit in mein Gedächtnis eingebrannt hat.
Zurück nach Aalborg geht es mit einem kurzen Stopp für eine weitere Pinkelpause (die niemand wahrnehmen will) an einem kleinen Hafen am Fjord.
Am Schiff angekommen, sehen wir schon den offenen Verkaufswagen zwischen Security und Schiff, in dem ein Mann Hotdogs im Akkord zubereitet und den wartenden Gästen reicht.
Der Hotdog schmeckt so gut, dass ich mir kurz überlege, noch einen zu holen. Aber die Aussicht auf baldiges Abendessen bringt mich von diesem Plan wieder ab.
Beim Abendessen verzichte ich nur auf den Salat; die anderen Gänge vertilge ich mit Genuss.
| Vorspeise: | Weintrauben mit Williams-Sabayon |
| Suppe: | Knoblauch-Basilikumcremesuppe |
| Hauptgericht: | Rohkeule an Wildpfeffersauce, Birnen-Blaubeer Chutney, Rosenkohl, Kartoffelmuffin |
| Dessert: | Gebackene Ananas mit Stracciatella Eis und Kokossauce |
Die restliche Zeit des Abends vertreibe ich mir mit Beobachten, unter anderem auch das Ablegen und Drehen des Schiffs, bevor wir durch den dunklen Fjord wieder auf die Ostsee zurückfahren. Und natürlich mit „Wellen gucken“ (die im Fjord fast nicht vorhanden sind) vor dem zu Bett gehen.