Mittwoch, 19.12.2007
Gefahrene Meilen: 446.8 (= 719 km)
Heute war einfach nur fahren, fahren und nochmals fahren angesagt. Ich wollte nämlich durch die Mojave National Preserve, einem Gebiet, in dem die Vielfalt der Mojave-Wüste einfach zugänglich ist. So sind direkt an der Straße jede Menge Joshua Trees zu sehen. Auch ein Gebiet mit Lavagestein, das bis direkt an die Straße geht, gibt es dort. Und Sanddünen kann man dort ebenfalls besteigen.
Da ich den südlichen Teil mit den Dünen und dem Eisenbahndepot auf der Rückfahrt nach Las Vegas höchstwahrscheinlich noch einmal durchfahren werde, habe ich mich da nicht sehr lange aufgehalten.
Die weitere Strecke war bis Seligman immer auf der Autobahn durch eine interessante Wüstenlandschaft. Unterwegs hatte ich noch einen kleinen Kampf mit dem Auto auszufechten. Es war nämlich ziemlich warm im Auto und alles Runterdrehen der Heizung und sogar das Öffnen des Fensters hat nichts geholfen. Bis mir irgendwann aufgefallen ist, dass die Heizung auf der Fahrerseite und die auf der Beifahrerseite gekoppelt oder getrennt betrieben werden können. Zu der Zeit waren sie auf getrennten Betrieb gestellt und ich hatte natürlich immer nur an der Heizung für den Fahrer gedreht. Deshalb kam aus meinen Lüftern nur kalte Luft während aus den Lüftern des Beifahrers sehr warme, schon fast heiße Luft kam. Da konnte ich natürlich auf meiner Seite abdrehen so viel ich wollte, die Beifahrerseite heizte dann nur um so mehr. Nachdem ich diese Heizung auch angepasst hatte, war die Temperatur im Auto plötzlich richtig. Warum ich die Probleme erst heute hatte, kann ich wirklich nicht sagen. Vielleicht habe ich auch erst heute die Heizung für Fahrer und Beifahrer getrennt geschaltet.
Seligman, ein alter Ort an der Route 66, liegt direkt an der Autobahn, so dass ich nicht viel Zeit investieren musste, um noch etwas von der Route 66 zu sehen. Gefallen hat es mir aber gar nicht: der Ort ist so auf Touristen und Route-66-Kitsch eingerichtet, dass ich sofort – sogar ohne auch nur ein Foto zu machen – wieder die Flucht ergriff. Ich bin nur heilfroh, dass ich keine Zeit für eine längere Strecke auf der Route 66 eingeplant hatte.
Die Temperaturen hatten es heute in sich: Heute morgen in Ridgecrest war es noch ziemlich frisch (etwas über 5° C), aber die Sonne schien. In der Mojave-Wüste war es schon angenehm warm mit ca. 12 ° C. Bei der weiteren Fahrt auf der Autobahn wurde es immer wärmer; ich konnte sogar mal wieder ohne Jacke (nur mit Rock und T-Shirt) auf einem Rastplatz kurz nach der Grenze zwischen Kalifornien und Arizona bei etwa 18° C in der Sonne sitzen. Und hier in Williams ist es jetzt furchtbar kalt (um 19 Uhr nur knapp über dem Gefrierpunkt) und es liegen noch überall Schneereste rum. Ich bin mal gespannt, was mich morgen auf dem Weg zum Grand Canyon und weiter nach Page erwartet.