Da der am Vormittag durchgeführte Schnelltest negativ ist, steht am späten Nachmittag dem Aufbruch ins Abenteuer nichts mehr im Wege. Für die Fahrt zum Testzentrum und zurück hatte ich mir eine Tageskarte gekauft, die auch noch für den ersten kurzen Abschnitt der Anreise eingesetzt wird.
Die Umsteigezeit zwischen Bus und Zug ist sehr großzügig geplant. Und da das Mittagessen eher spartanisch ausfiel, macht sich kurz vor 17 Uhr mal wieder ein kleines Hüngerchen breit. Der
Nachmittagskaffee musste auch ausfallen; ein Grund mehr, mal beim Bahnhofsbäcker vorbeizuschauen und einen Becher Kaffee und ein Quark-Nuss-Brötchen mitzunehmen.
Der Zug kommt auch bald und ich steige ein. Da er aus Luzern kommt und wieder nach Luzern zurückfährt, habe ich viel Zeit zum Einsteigen und kann mir in aller Ruhe einen Platz suchen. Auch die
Marschverpflegung wird bereits wieder ausgepackt und das Brötchen ist auch schon fast gegessen, als der Zug abfährt.
In Zürich angekommen informiere ich mich erst einmal über das Gleis, auf dem mein Zug abfahren wird. Dann laufe ich den größten Teil des Shopville ab und schaue mir an, wo es etwas zu essen gibt, das
auch kalt schmeckt. Es ist dort so wuselig, dass ich an keinem der Imbisse direkt etwas essen will. Zuerst wandert ein Donut in mein Tasche. Dann gehe ich zurück zu Coop to go und kaufe noch einen
leckeren Hähnchencurry-Strudel, der warm oder kalt gegessen werden kann. Beim Kauf ist er natürlich warm.
Das Abteil ist winzig, aber es hat ein Bett (das auch als Sitzgelegenheit dient), große Fenster an der Seite und im gewölbten Dach und ein kleines Waschbecken mit Abdeckung. Das 2. Bett ist hochgeklappt. Ein paar kleine Schränke und Klapptische sind auch vorhanden. Und unter dem Bett ist Platz für das große Gepäck.
Für das Frühstück liegt eine kleine Karte auf dem Bett, auf der man 6 Teile ankreuzen kann, die im Fahrpreis ebenfalls eingeschlossen sind. Weitere Komponenten kosten zusätzlich. Die Karte gibt es auch auf der Webseite von Nightjet. Ich wähle Kaffee, Orangensaft, 2 Brötchen, Margarine, Marmelade und Salami. Der Schlafwagenschaffner will das Frühstück um 6:30 bringen.
Als der Zug dann abfährt, esse ich erst einmal den Strudel und den Donut auf und spüle das Ganze mit dem noch direkt verteilten Sekt (kleine Flasche) runter und richte alles zum Schlafen. Weil ich keine Lust habe, mit dem Kopf in der Höhle unter dem hochgeklappten Bett und neben dem Schrank zu liegen, hole ich die Kopfkissen ans Fenster. Unterwegs werde ich ein paar mal wach, wenn der Zug hält. Aber ich schlafe dann auch gleich wieder ein. Das geht so lange gut, bis mich etwas total Unerwartetes kalt erwischt.